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Beine.

Gerade im Sommer sieht man sie überall entblößt, gebräunt, wohlgeformt, muskulös oder einfach nur schlank. So selbstverständlich. Ein besseres Wort fällt mir nicht ein. Jeder scheint seinen Körper so selbstverständlich zu haben, zu präsentieren.
Als Tänzerin war es auch selbstverständlich für mich in der Freizeit Bein zu zeigen - die Beine waren gut, nur die Füße waren ballettentsprechend gemartert. Ich habe mich so stolz und schön gefühlt.
Ich frage mich immer mehr, ob diese Körperproblematik hauptsächlich an der Ballettabwesenheit liegt, bzw. ob Ballett mir darüber hinweg geholfen hat, temporär. Der Körper hat damals eine Aufgabe erfüllt und dadurch habe ich mich sicher gefühlt.
Auch als ich schwanger war, ja selbst in der Stillzeit hatte mein Körper ebenso eine Funktion.
Ich bin nicht blöd, ich weiß, dass mein Körper auch jetzt eine Funktion (die meiner Existenz) hat, selbst wenn er nicht instrumentalisiert wird.

Ich versuche der Störung nur auf die Schliche zu kommen; ob es wohl sowas wie selbstgestaltete Verhaltenstherapie gibt. Statt Therapiesitzungen und Ernährungsüberwachung einfach nur ein Ventil.
Na gut, Ballett ist offiziell Geschichte und dauerschwanger kann ich auch nicht werden. Doch es muss etwas anderes geben (abgesehen davon, dass man diese Tatsache einfach hinnehmen kann, also die Instrumentalisierungsgeschichte, und es bewusst auszublenden versucht, somit schließlich Selbstakzeptanz, etc.). Aber zumindest habe ich einen weiteren Teil der Krankheit erfasst.

Jedenfalls, meine Beine werden wirklich wieder besser. Als Hommage daran folgt nun ein kleines Exercice, solange der Kleine noch sein Mittagsschläfchen hält.

Zum Frühstück Müesli mit Magermilchjoghurt, 1 Apfel & Tee, danach in der Stadt ein paar Trauben und Eis, bisher insgesamt um die 550 kcal. Zum Mittag gibt es Salat mit Tomate, Balsamico und etwas Gouda (125).

Julie
5.8.14 13:27


Maß genommen.

Eine bevorstehende Hochzeit zwingt mich dazu, Maß zu nehmen. Als Brautjungfer.

83-71-97

Nach dem Essen, wohlgemerkt (denn auf der Hochzeit wird ja auch gegessen, bringt nichts nüchtern zu messen).

Das Pseudo-Abnehmen läuft ganz gut, nachdem ich die Pille nicht mehr nehme.
Ich esse zwar weniger, empfinde es aber nicht als Zwang oder als störend. Ich lasse es einfach geschehen. Bin gespannt, was die Waage am Donnerstag dazu sagt.

Das Laufen habe ich hinter mir gelassen und man sieht schon einige Fortschritte an der Beinmuskulatur. Endlich kommen die "Ballettbeine" wieder durch, die dicken, eierförmigen Läufermuskeln sind hoffentlich bald Geschichte.

Schönen Abend euch,
Julie
4.8.14 21:31


Sehnsucht.

Die Waage zeigt wieder fiese 61,8 kg.
Habe mir eben Einträge von Februar angesehen.. und bin vor Neid erblasst. War ich das? Hat mir das wirklich gereicht? Unglaublich.
Es war so natürlich damals. Vor fünf Monaten..

Nun denn, ich gebe weiterhin der Pille die Schuld (auch für den Hungerwahn im Februar, die Stimmungsschwankungen, das Frustessen, etc.). Daher wird diese nun abgesetzt. Diesen hormonellen Einfluss halte ich nicht mehr länger aus.

Es ist so komisch, im falschen Körper zu sein. Dieses Fleisch gehört nicht mir. Ich habe noch nie so viel gewogen (ohne schwanger zu sein oder mich von einer Geburt zu erholen).

Um mich nicht von Zahlen verrückt machen zu lassen, werde ich mich erst wieder am Donnerstag nächster Woche wiegen.

Bis dahin: viel Bewegung, gesunde Ernährung. Also alles wie immer. Und hoffentlich keine Sünden mehr.
Der Trick an dem Abnehmen damals war, dass ich mir abends immer als Belohnung ca. eine halbe Tafel Schokolade und einen Drink gegönnt hab, alles im Rahmen der 1000 kcal Tagesmenge.

Das muss doch wieder zu schaffen sein.

Ich bin nicht 62 kg schwer.
Am liebsten die alten 47,7 kg, klar. Aber das ist Unsinn als Vollzeit-Mami. 55 kg müssen doch drin sein. Das ist machbar. Das ist nicht unmöglich.

Ich werde wieder ich sein.

Julie
31.7.14 23:56


Richtiges Gefühl/Falsches Gewicht.

Gestern, und auch heute morgen noch, dachte ich: trotz des Wochenendes scheine ich abgenommen zu haben, die Muskeln sind viel definierter, das Gesicht schmaler, Schlüsselbein und Hüftknochen treten hervor.
Dann der Gang auf die Waage, hoffnungsvoll.. 61,5 kg. Diese Zahl hat alles zunichte gemacht. Das Bild im Spiegel und diese Zahl lassen sich überhaupt nicht vereinen.
Na gut, gestern war ich noch laufen, obwohl es einer der Pausentage war, und ich habe zusätzlich noch Ballett gemacht. Aus der Akademie weiß ich noch: wenn wir einen ziemlich langen Trainingstag und obendrein noch Probe hatten, waren wir alle am nächsten Tag ein Kilo schwerer. Von daher: es hat nichts zu bedeuten. Wichtig ist ja nur, wie ich mich fühle bzw. ob sich meine Figur gut für mich anfühlt und nicht, wie viel ich wiege.

Dennoch.. eigenartig.

Zum Frühstück:

2 Milchkaffee (40)
1 großer Apfel (100)
1 Scheibe Vollkornbrot (137)
mit Magermilchjoghurt und Heidelbeeren (20)

Vormittags (in der Stadt)

Eis (150)
etwas Brötchen (75)
Trauben (75)

Mittagessen

1 Pflaume (20)
1 kleine grüne Paprika (40)
1 Kiwi (50)
Gurkensalat mit frischem Zitronensaft, Honig, Salz, Pfeffer und ein paar Tröpfchen Öl (30)
Trauben (100)
1 Corny Free Joghurt (67)

904 kcal.

So viel.. dabei wollte ich doch gar nicht zählen. Hab erst hier (beim Schreiben) angefangen zu rechnen. Ist zwar nur geschätzt, aber dennoch..

Egal, was solls.
Solange ich heute nicht in einen FA reinrutsche, ist es kein Problem. Nur nicht den Verstand verlieren.
29.7.14 14:22


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